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Category: History In German 1

Religiöse Erinnerungskulturen: Formen der by Jörg Rüpke

By Jörg Rüpke

faith und Geschichte stehen in einem Spannungsverhältnis zueinander. Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten faith bietet in der römischen Antike die Möglichkeit, die eigene Identität auszudrücken. Geschichte stellt diese Identitäten in einen größeren Zusammenhang. Die moderne Gedächtnisforschung hat das Bewusstsein dafür geschärft, dass historische Erinnerung weit über bloße Geschichtserzählungen hinausgeht. Sie greift im antiken Rom zurück auf religiös motivierte priesterliche Aufzeichnungen, auf Festkalender und Beamtenlisten. Daraus entwickeln sich schließlich Formen ›weltlicher‹ Geschichtsschreibung wie etwa Annalen oder ›Commentarii‹. Religiöse Institutionen von Erinnerung stehen somit am Beginn jeder Historiographie, und zugleich wird faith auf diese Weise selbst Geschichte. Jörg Rüpke untersucht in seinem Buch dieses spannungsreiche Wechselspiel zwischen religiösen Erinnerungskulturen und Geschichtsschreibung.

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Doppelstaat DDR: Eine Untersuchung anhand der by Christina Masuch

By Christina Masuch

Bereits kurze Zeit nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Zeugen Jehovas in der DDR erneut Opfer staatlicher und politischer Verfolgung, nachdem sie bereits unter den Nationalsozialisten verboten worden waren. Die Autorin untersucht für den Zeitraum 1945 bis 1990 den Rechtsalltag der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas in der DDR, um schließlich anhand dieses Beispiels die Frage zu beantworten, ob auch die DDR im Sinne der Theorie Ernst Fraenkels als "Doppelstaat" bezeichnet werden kann. Den Gegenstand der Untersuchung bilden vor allem das Verbot von 1950, der Schauprozess vor dem Obersten Gericht der DDR und der Zentrale Operative Vorgang "Sumpf", den das MfS zur republikweiten Ausspionierung der Leitungsebene der Zeugen Jehovas anlegte. Weitere Kapitel der Arbeit beschäftigen sich mit Fachschulabschlussarbeiten der JHS Potsdam, einem archivierten IM-Vorgang und Ordnungsstrafverfügungen. Anhand dieses authentischen Aktenmaterials analysiert die Autorin schließlich die Rechtsanwendung im Untersuchungszeitraum und subsumiert diese unter die Doppelstaatstheorie.

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Alldeutscher Extremismus in der Weimarer Republik: Denken by Uta Jungcurt

By Uta Jungcurt

Der Alldeutsche Verband spielt in der Forschung eine zentrale Rolle – allerdings nur für das Kaiserreich und den Ersten Weltkrieg, während er in seiner verhängnisvollen Bedeutung für die Weimarer Republik kaum wahrgenommen worden ist. Ganz zu Unrecht, wie Uta Jungcurt in einer breit recherchierten Studie eindrucksvoll und mit viel Sinn für das sprechende biographische element zeigen kann. Der Alldeutsche Verband – eine Vereinigung nationalistischer Bildungsbürger – kämpfte von Beginn an gegen Weimar und erwies sich dabei als Stichwortgeber und ideeller Steigbügelhalter der NSDAP, der er auch ideologisch immer näher rückte. Vor allem die Übernahme und Propagierung extremer völkisch-rassistischer Positionen bahnte Hitler den Weg. Auch dem Alldeutschen Verband waren ideologische Fernziele wie ein völkischer Staat oder eine völkische Diktatur nicht fremd.

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Doing History: Performative Praktiken in der by Sarah Willner,Georg Koch,Stefanie Samida

By Sarah Willner,Georg Koch,Stefanie Samida

Doing background - körperbezogene und emotionale Performanzen spielen in der populären Geschichtskultur eine herausragende Rolle. Dennoch wurde die Inszenierung einer 'lebendigen' Vergangenheit bisher nur im Kontext von Schulen, Gedenkstätten und Museen einer kritischen Beurteilung unterzogen. Dieser Band schließt nun auch Formen außerhalb der traditionellen Bildungsorte mit ein und nimmt die dort hergestellten, aufgeführten und ausgehandelten Geschichtserfahrungen in ihrer Bedeutung für die verschiedenen Akteure ernst. Die Beiträge aus Kultur-, Geschichts- und Medienwissenschaft konzentrieren sich auf die körperlichen Praktiken, die Materialität der beteiligten Dinge und das Erleben in diesen Feldern, die sich an der Vergangenheit orientieren und doch immer auf die Gegenwart bezogen sind. Dabei wird deutlich, wie sich Deutungshoheiten über Geschichte verschieben, sich gegenseitig inspirieren und provozieren können.

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Kleine Geschichte Oberbayerns (German Edition) by Michael W. Weithmann

By Michael W. Weithmann

In Oberbayern wird Geschichte vielfältig erlebbar; Benediktinische Klöster, gotische Herzogstädte, prachtvolle Schlösser und nüchterne Industriebdenkmale sind Zeugnisse einer abwechslungsreichen Vergangenheit. Ab dem Mittelalter battle das damalige Bauernland geistlich geprägt,bevor im 19. Jahrhundert unter Bayerns Königen eine tiefgreifende gesellschaftliche und wirtschaftliche Modernisierung einsetzte. Innerhalb der letzten 50 Jahre hat sich Oberbayern zum hochmodernen Hightech-Standort gewandelt.

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1945: Das Ende des Krieges (German Edition) by Gerd R. Ueberschär,Rolf-Dieter Müller

By Gerd R. Ueberschär,Rolf-Dieter Müller

Das Jahr 1945 markiert - trotz aller Kontinuitäten - als Epochengrenze einen tiefen Einschnitt in der dramatischen und veränderungsreichen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die Rückbesinnung aus der Distanz von mehr als 60 Jahren kann zu einer differenzierteren Bewertung und Einordnung der Ereignisse führen.
Für ein besseres Verständnis der politischen Entscheidungen der damaligen Zeit, bieten die einzelnen Kapitel dieses Buches entsprechende Informationen über die Ereignisse der letzten Kriegsmonate, die auf dem aktuellen Stand der Forschung beruhen: Die Ausrufung des 'totalen Krieges' mit Volkssturm und Werwolf werden ebenso behandelt wie die Eroberung und Besetzung des Reiches, der Luftkrieg der Alliierten gegen die deutschen Städte, das Ende Hitlers und seiner Gefolgsleute und der Zusammenbruch und die Kapitulation der 'Regierung Dönitz'. Gleichzeitig wird berücksichtigt, dass der Zweite Weltkrieg nicht am eight. Mai 1945 mit dem Sieg über die deutsche Wehrmacht, sondern erst im August des Jahres mit der Kapitulation des japanischen Kaiserreiches zu Ende gegangen ist. Die Abwürfe der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki symbolisieren den entsetzlichen Höhepunkt der entfesselten Zerstörungskraft des Industriezeitalters und markieren zugleich den Beginn des Atomzeitalters.
Ausgewählte Dokumente (wie z.B. Hitlers 'politisches testomony' oder die deutsche Kapitulationsurkunde) finden sich im Anhang und erlauben einen vertieften Einblick zu einem der folgenreichsten Abschnitte des 20. Jahrhunderts.

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Vergeßt uns nicht: Menschen im Widerstand 1933–1945 (German by Barbara Beuys

By Barbara Beuys

Barbara Beuys schildert in diesem erstmals 1987 erschienenen Buch eindrucksvoll das gesamte landscape des Widerstands, Jahr für Jahr, von 1933 bis 1945. Sie erzählt vom Widerstand der Arbeiterbewegung wie von der Entwicklung des konservativen Widerstands. Es geht um die Schicksale von Menschen, um das gefährliche Leben im Untergrund, um Folter und Tod.
Es geht um politische Illusionen und Widersprüche, aber auch um außerordentliche Beispiele von Mut und Standhaftigkeit. Gemessen am Erfolg sind Adlige wie Arbeiter im Kampf gegen den Nationalsozialismus gescheitert. Doch dieses Buch will den Widerstand in seiner ganzen Breite, will Licht- und Schattenseiten der jüngeren deutschen Vergangenheit in Erinnerung rufen. Die Autorin schildert, wie einsam die Widerstandskämpfer aller politischen Lager starben und wie sehr sich am Ende alle den besten Traditionen und Werten der europäischen Geschichte verpflichtet fühlten, Maßstäbe für die Gegenwart zu setzen.

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Die Windkanäle von Kochel: Ein Beispiel des alliierten by Sebastian Klapdor

By Sebastian Klapdor

Es bedurfte eines glücklichen Zufalls, des Freedom of knowledge Act und eines günstigen Zeitfensters, die es dem Autor gestatteten, vormals unbekannte Quellen sichten, Nachlässe untersuchen und Zeitzeugen befragen zu können, um ein Gesamtbild von dem zu zeichnen, was once exemplarisch für einen der größten, organisierten Technologietransfers im Schatten der Operation Paperclip stehen kann. Das vorliegende Buch untersucht die Geschichte der Peenemünder Windkanäle von ihrer Entstehung im Rahmen des Aerodynamischen Instituts der Heeresversuchsanstalt Peenemünde (HVA) und ihrem Umzug in die Kocheler Alpen bis hin zu ihrer Entdeckung durch alliierte Streitkräfte und dem darauf folgenden Transferprozess in die Forschungszentren der united states. Das hierfür verwendete fabric entstammt zum allergrößten Teil originärer Recherche und Quellenarbeit. Die Windkanäle als Gegenstand der Untersuchung wurden hierbei zu jeder Zeit in den Kontext des beteiligten wissenschaftlichen Personals, der getätigten Forschungsaufgaben und der militärischen company eingebettet.

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Der König und seine Frauen: Polygynie und politische Kultur by Jan Rüdiger

By Jan Rüdiger

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Gab es Polygynie auch im europäischen Mittelalter, und nicht nur als Überbleibsel aus ‚barbarischer‘ Zeit, als Kulturimport aus dem muslimischen Mittelmeer oder marginal gegenüber der Allgegenwart der (christlichen) Einehe?
Dieses Buch stellt der ‚Großerzählung‘ vom monogamen Mittelalter ein anderes Bild gegenüber: „Nicht weil sie lüstern, sondern weil sie Fürsten waren“ umgaben sich viele Mächtige des Hochmittelalters mit mehreren, oft vielen Frauen. Denn mit öffentlich sichtbaren, kommentierten und kolportierten Beziehungen konnten die Männer und Frauen, die diese Beziehungen eingingen, Statements machen, Signale geben, Konsens und Konfrontation ausdrücken.
Für die politische Kultur bot die Polygynie ein Arsenal an Möglichkeiten. Um es zu rekonstruieren, werden nicht primär die gängigen, von der kirchlichen Deklassierungsvokabel concubina geprägten lateinischen Quellen aus Kerneuropa untersucht; sondern die Zonen, die in den Volkssprachen über sich Auskunft geben: Nordwesteuropa, Westfrankreich und Spanien. Die Befunde sind aber keine Regionalgeschichte, sondern der Vorschlag, jenseits des wortstarken Monogamismus der üblichen Geschichtsquellen die Vielzahl politisch bedeutsamer Paarbeziehungen als soziales method zu verstehen - und den Platz der ‚Ehe‘ darin.

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Der deutsche Gruß: Geschichte einer unheilvollen Geste by Tilman Allert

By Tilman Allert

Der in fünf Sprachen übersetzte Klassiker in überarbeiteter und erweiterter Taschenbuchausgabe.
Zu den Eigenheiten der Nationalsozialisten gehörte auch der »deutsche Gruß«. Es gibt keine Geste in der Geschichte, die so sehr für ein Regime steht wie dieser Gruß. In seiner mittlerweile klassischen Studie untersucht Tilman Allert, wie diese Geste erfunden und dann verbreitet wurde, wie sie zur Unterscheidung von Anhängern und Gegnern diente, aber auch Gegenstand der Belustigung warfare und wie es nach dem verlorenen Krieg um sie stand.
Die Neuausgabe ist aktualisiert und um ein Kapitel über die Geschichte des Grußes in der DDR erweitert.

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